Lohn und Brot und dann?

“ Freitag !“,  sagte er. „In einer Woche gibt es Zahltag.“

Es ist das Dasein der meisten: ein Dasein von Sklaven, die sich freuen, dass schon wieder ein Monat ihres Lebens vorüber ist. Man könnte sie grausamerweise fragen, wozu sie denn leben?…

Was jeder kann , seine Freiheit verpfänden. Jedes Geschöpf, wenn es schon einmal geboren ist, möchte leben. Und eben darum sitzen sie an diesen Tischen, bücken sich über eine Schreibmaschine oder einen Rechenschieber, während draußen ihr eigenes Leben vergeht. Das ist die große Galeere. Sie sehen, dass alle es müssen, fast alle ; sie tragen es fast ohne Anflug von Verzweiflung. Ein anderes  Dasein ist ihnen nicht möglich; so muss es wohl das Wahre sein. Sie können ein anderes schon nicht mehr denken-(Um nicht wahnsinnig zu werden.)

Max Frisch  DS.S.152f

 

Werden

„Werden“ -hier  kann man ein ziemlich beeindruckendes  Video vom Schweitzer Bildhauer  Martin Raimann sehen.

IDem Schweizer Bildhauer Martin Raimann bin ich  vor etwas mehr als 16 Jahren begegnet.  seine Arbeiten sind beeindruckend und machen nachdenklich.

Beeindruckender Künstler!

„Martin Raimann arbeitet  zurückgezogen, aber für vieles offen und empfänglich.

Er hat (s)eine Werkstattkultur geschaffen. Ein Ort, wo Vergehendes neu entsteht, ein Ort
auch, an welchem man sich, umgeben von Zerbrochenem und Neuentstandenem, in eine
Aura des symbiotisch Schönen versetzt fühlt. Damit etwas Neues entstehen kann, muss Gewordenes brechen, sich wandeln. Sowenig Martin Raimann seiner Experimentierfreudig-
keit Grenzen setzt, sowenig kennt er Grenzen bei der Auswahl der Materialien. Was die
Natur uns als Materie gibt, wird durch seine Hand beseelt. Ohne feste Vorstellungen, in
spielerischer Leichtigkeit entstehen Werke einer berührenden Ehrlichkeit.“

„Und jetzt die Aufforderung „werde“!   Werde!