Fundstücke/Tagebuchdurchsicht/Alltag

„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Friedrich Schiller

Das 95er Tagebuch ist geprägt von den Briefen Schillers: “ Über die ästhetische Erziehung des Menschen.“ Beschließe, in den Bücherhallen daran anzuknüpfen.

Weiterer Satz: „Wenn Projektion aus Mangel entsteht, ist der Weg den Mangel zu ergründen, nicht die Projektionsfläche.“

Nach dem Frühstück spielt Julius auf dem Saxophon : „Wer mag denn schon Oliven“. Es groovt. Nebenan singt der Gatte Senor ten piedad.

Er ist erstaunt als ich einstimme (erst in die Oliven, dann in die Misa Criolla) . Ich halte es für möglich, dass der Gatte vergessen hat, dass ich es war, die ihn vor fünfzehn Jahren bat diese Messe irgendwann mal aufzuführen.

Ich mag Oliven.