„Balkanschriftsteller, was für ein Quatsch!“

Geträumt:

Hab unten an einer Rolltreppe gesessen. Alle fuhren nach oben, nur ich nicht. Auf einem Stuhl, schwer und behäbig, einen Stapel Bücher neben mir. Zu müde und unkonzentriert um zu lesen. Bis dieser jungenhafte Schriftsteller kam, auf die Rolltreppe sprang und rief: „Balkanschriftsteller, was für ein Blödsinn! Entweder ist man Schriftsteller oder man ist keiner!“

Ich gab zu Bedenken, dass Herkunft doch prägt. Die Bilder der Sprache, die Landschaft, die Menschen.

„Mich nicht“, sprach er, „ich bin ganz neu.“

Ich hatte Einwände: „Neu zu sein als Qualität scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein. “ Deutete dann auf Menschen die mit grauen Gesichtern und leerem Blick durch die Wandelhalle gingen.

“ Ich bin neu, immer, jeden Tag.“

„Hej warte“, rief ich ihm hinterher, „versprich mir dass du an einem neuen Buch schreibst!“

„Mal sehen“, sagte er und „Balkanschriftsteller, was für ein Blödsinn!“

 

„Hab mir gerade „Die Obstdiebin“ von Peter Handke (aufmerksam geworden durch eine wunderbare Rezension bei literaturleuchtet und Franziska Seyboldts Buch: Rattatatam mein Herz “ (aufmerksam geworden durch die  ebenso wunderbare Rezension von literatourismus) zurücklegen lassen. Das wird ein guter Tag:)

Inspiriert hat den Traum wahrscheinlich ein Beitrag von Linus Giese (Buzzaldrin) im Gespräch mit Sasa Stanisic

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