Mittwoch

Der Graureiher sitzt am Teich. „Er sieht aus wie ein Organist. Mit hochgezogenen Schultern, im Frack und lässt sich nicht stören. Langer Arbeitstag, nette Gespräche, Wertschätzung.

„Du magst doch den Frühling nicht“, fragt der Nachbar. „Wie gehts dir denn?“

Ich erzähle was vom arbeiten im Vorgarten, lieber hätte ich keinen, aber doch-dieses Jahr wäre es mit dem Frühling okay.

In der Dämmerung mit den Hunden raus. Ein Rotkehlchen singt ein Lied und Anna erzählt davon, dass sie im Unterricht Experimente mit alkohohlfreiem Bier gemacht hat.

Ich lese kaum, aber ich lebe mit allen Fragen die das Leben mir vor die Füße wirft. Kein Dostojewskij, kein Proust, kein Knausgard, dafür leben im Moment.

Karla sagt den Satz des Tages, besser gesagt zischt ihn durch ihre Zähne: Ich werde mir von niemanden die Freiheit rauben lassen, zu tun  was ich tun will und tun was ich tun muss.

 

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