Proust lesen Tag 12-In Swanns Welt-Marcel schwärmt für madame de Guermantes-Spaziergang nach Meseglises

 

Proust:

Spaziergang nach Guermantes: Am Lauf der Vivonne stehen Kuckucksblumen, verfrühte Primeln und Veilchen mit blauer Haube. Dorfbuben hängen Flaschen in den Fluß um kleine Fische zu fangen. Schwertlilien und feiertäglicher Himmel, Vorgeschmack von Glück und Frieden.

Marcel, vergöttert Madame de Guermantes, ohne sie bisher gesehen zu haben. Er malt sich aus, wie er mit ihr die Gärten ihres Anwesens durchstreift und ihr dabei von seinen Gedichten erzählt. „Bei diesen Träumen wurde mir klar, daß ich eines Tages Schriftsteller werden wollte, und daß es Zeit sei zu wissen, was ich zu schreiben beabsichtigte.

Marcel sieht einige Seiten später, Madame de Guermantes zum ersten Mal.“Wie schön sie ist! Welche Vornehmheit!“

„Ich glaubte, ich gefalle ihr, sie werde noch nach Verlassen der Kirche an mich denken und meinetwegen vielleicht am Abend traurig sein in Guermantes. Auf der Stelle aber liebte ich sie…“

Pubertäre Schwärmerei.

Falckenstein:

Die Stenaline beim Frühstück ist nun schon Ritual, aber die Holland-America Fähre sorgt für Aufregung.

Man sieht in den blauen Himmel, auf das graublaue Meer und die Weite.

Ich denke oft an das Haus in dem mein Großvater lebte. In seinem Zimmer, das stets von schweren Vorhängen verhangen war, hing das Bild „Paar am Strand“. Es gehörte zum DDR Inventar, ich mochte es sehr.

6 Antworten auf „Proust lesen Tag 12-In Swanns Welt-Marcel schwärmt für madame de Guermantes-Spaziergang nach Meseglises

  1. Es ist schon toll immer wieder die Schiffe zu sehen. Neulich war ich am Kanal und es kam ein Kreuzfahrtschiff vorbei und ohne Vorwarnung hat es sich ein Hupkonzert mit einer Fähre geliefert. Da können dann einem echt die Haare zu berge stehen.

  2. Vielleicht hat dich als Kind ein ähnlicher „Liebeswahn“ beim Anblick des Paares am Meer gepackt, wie Marcel beim Anblick der Frau. Eine Vorstellung wächst im Inneren, drängt irgendwann in die Realisation. So auch sein Wunsch, Schriftsteller zu werden, schon da ist, bevor er einen Satz geschrieben hat oder wüsste, was er eigentlich schreiben will.

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