Proust lesen-Tag17-In Swanns Welt-S.320-340-Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen

Kiel/Vorort/Innenstadt

Vor zwei Wochen startete ich das Vorhaben, “ Die Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust zu lesen. Ich halte mich dabei sklavisch an das Konzept von „Schmidt liest Proust. „Jochen Schmidt las jeden Tag 20 Seiten, fasste diese zusammen und schrieb etwas über den jeweiligen Tag.

Zusammenfassung Proust heute:

Erst hofiert man Swann bei den Verdurins, dann fällt er langsam in Ungnade. Irgendwie scheint er nicht dazuzugehören, lacht nicht über dieselben Glossen, hofiert nicht.

Swann ist eifersüchtig.

Ich blättere im Buch weiter, und stelle fest: diese Odette Geschichte ist verdammt lang. Wie soll ich das denn aushalten, wenn sie mich jetzt schon ermüdet? Lese ich zu oberflächlich?

Heute ist Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen und ich bin mit dabei:

Allerdings nur in Kurzform

Schlecht geschlafen, der Hund schlug nachts an.Warm ist es, noch immer kein Regen. Die Kartoffeln mit den Kindern angehäufelt, Junikäfer beobachtet und Holunderlimonade angesetzt.

Nach der Arbeit in der Kita, bin ich noch mal zum Buchladen um mir Zschokke`s: Ein Sommer mit Proust zu holen. Beim Querlesen bleibe ich dort hängen, als er sich für eine andere Übersetzung entschließt.

Ich glaube das versuche ich auch. Außerdem noch eine Biografie von Marcel Proust aus der Stadtbücherei geholt. Im Bulli ist es heiß, die Stadt erscheint wie gedämmt.

Die Teenies sind gut gelaunt und verkriechen sich vor der Sonne im Haus. Als ich mit Proust nicht weiterkomme lese ich laut, Julius der im Wohnzimmer sitzt, schaut auf, geht zum Regal, nimmt sich ein Buch und liest ebenfalls laut: „Und Witz hängt ab von Zeit und von Verzug. Gehts denn nicht gut? Cassio hat dich geschlagen.“

„Wer schreibt denn soooo?“

Was steht denn drauf?

„Oh Shakespeare.“