Proust lesen -Tag 32-Im Schatten junger Mädchenblüte -Marcel und die Berma

Proust:

Marcel sieht zum ersten Mal die Berma und ist enttäuscht. „Die strengt sich wenigstens an“, sagte neben mir eine Frau, „die legt sich auch richtig ins Zeug und schon sich nicht; die tut, was sie kann; das nenne ich noch spielen.“

Der Erzähler meint das wäre ebenso, als würde man zur Monalisa sagen: „Das ist solide gemacht, alles gut und gediegen! Eine Arbeit muss das gewesen sein!“ Proust nennt es Volksbegeisterung.

Auch Francoise gibt alles, in dem Bemühen das perfekte Boeuf gelee zuzubereiten und gibt den Kauf eines Neff York Schinkens in Auftrag.

Kiel

Es war ein kühler Tag , der erste des Sommers. Die Wiesen bieten einen trostlos verdorrten Anblick. Eine Wechselkröte am Teich. Leichter Wind der Mohn und Haselnuss durchs Blattwerk fährt, weckt Erinnerungen an wogende Kornfelder mit bunten Farbtupfern aus Mohnrot und Kornblumenblau. Schwalben über dem Fluss.

Kartoffeln, Radieschen und Bohnen im Beet. 

Von meinem Fenster aus kann ich in etwas Entfernung eine Amsel sehen. Sie flitzt  auf dem Grasstreifen der Auffahrt hin und her, als würde sie Sprintläufe üben.

Die WM Begeisterung schein sich seit dem verlorenen Spiel Deutschlands gegen Mexico in Grenzen zu halten.