Proust lesen Tag 42-In Swanns Welt -Gilberte

Nun beginnt es, dieses unselige Ping-Pong zwischen Anziehung und Ablehnung. Gilberte gesättigt von der stetigen Präsenz Marcels, distanziert sich. Marcel anders als Swann damals in der Verstrickung mit Odette, geht ebenfalls auf Abstand. Er verbietet sich Gilberte und setzt sich selbst Grenzen. Nicht ohne Sehnen und Warten, aber doch in einem vorauseilenden Abschied um nicht Verlassener zu sein sondern Verlassender.

Eine andere Bühne, ein ähnliches Stück.

/Freitag Kiel

Verärgert, absolut verärgert. Am meisten ärgere ich mich über mich selbst. Eigentlich wollte ich zum Public Viewing von „Was ihr wollt“. Ich liebe Shakespeare, war gespannt auf die Umsetzung ins Musical und das Public Viewing am Bootshafen versprach eine schöne Atmosphäre. Leider wurde daraus nichts. Nun denn, dann werde ich es mir in 3D ansehen.

Warmer Tag, mit stahlblauen Himmel. Die Bienen sind in der Stadt und nicht in der Vorstadt….Auch sie zieht es weg vom Land.

Ich sehe Divines, ein Film über  zwei Mädchen im Banlieu. Sehr berührend und heftig, mit grandiosen Darstellern.

Politik: Ein Flüchtlingsboot ist gekentert. Man vermutet einhundert Tote. Kanzlerin Merkel scheint in Brüssel einen entscheidenden Schritt weitergekommen zu sein. 

Beschlossen wurden:

Verschärfung der europäischen Asylpolitik

Aufnahmezentren für Flüchtlinge  in der EU

 In der EU ankommende Flüchtlinge und Migranten sollen  in geschlossenen Zentren untergebracht werden, dort sollen die Asylanträge geprüft werden, um zu entscheiden, wer in der EU bleiben darf und wer sie wieder verlassen muss.

Aufnahmezentren in Drittstaaten

Geprüft werden sollen zudem Auffanglager für Migranten in Drittstaaten, etwa Nordafrika.

Mehr Hilfe für die Türkei

Zahlung von drei Milliarden Euro an die Türkei, die in die Flüchtlingshilfe fliessen sollen.

 

 

 

Eine Antwort auf „Proust lesen Tag 42-In Swanns Welt -Gilberte

  1. Ich zögere verdammt, hier ein „gefällt“ anzuklicken. es bezieht sich denn auch nicht auf den letzten Absatz. sondern auf deine Zusammenfassung von Proust: „vorauseilender Abschied, um nicht Verlassener zu sein sondern Verlassender“. Nicht Opfer, sondern Täter – o diese feine trügerische Grenzlinie! Denn am Ende muss der Verlassende mit denselben Tatsachen fertigwerden wie der Verlassene, nur dass er sie anders bewertet und seine Seele anders dazu Stellung nimmt: beide sind allein.

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