Proust lesen Tag 61-Im Schatten junger Mädchenblüte-Albertine

Proust: da ich auch heute keinen Computer zur Verfügung habe, gibt es nur Stichpunkte. Marcel trifft auf Elstir dem Maler. Sie sprechen über die Kirche in Balbec und darüber was einem verborgen bleibt, wenn man zu flüchtig wahrnimmt.

Und Marcel trifft Albertine im Atelier von Elstir.

Plõn:

Morgens lange die Stille genossen, gelesen, gefrühstückt, wieder eingeschlafen. Luise war arbeiten. Ich hatte ich das Haus für mich allein. Erst hier werde ich meiner Erschöpfung gewahr. Eine Fahrradtour zum Cafe am Fluss, „zähe Trockenheit der sonnenverbrannten Erde, die nur dank der Transparenz der Ferne und dem Schatten der Bäume unter leichten Schleiern lag“ (Proust).

Später ein  Eiskaffee im Cafe direkt am Wasser. Ein Fluß, der unter den Brücken der Stadt hindurchgleitet“, (Proust), der Geruch nach Brackwasser, „unbewusstes Wohlgefühl dieses Sommertages“.  Eine lärmende Entengruppe. Die allleinerziehende Mutter zeigt ihren Küken die Stadt vom Fluss aus und führt ihnen immer wieder vor, wie sie durch das Fliegen hinauf zum Holzboden des Cafes gelangt, dort gibt es Krumen aller Art. Die Erpel schwimmen in Erpelgruppen herum. In der sengenden Wärme fahre ich zurück. Luise ist von der Arbeit heimgekehrt, hat Kaninchen, Meerschweinchen, Hahn, Hühner und Katzen versorgt . Sie möchte an den See.  Wir  essen fürstlich in einem Restaurant, beobachten die Gäste, um sie zu klassifizieren, und klönen. Auf dem Rückweg steigen wir Wendeltreppen hinab, gehen am Seeufer entlang, folgen kleinen Gassen. Es ist bereits dunkel als wir in ihrem Garten die Babykaninchen in den Stall bringen, die Pflanzen gießen. Ich schlafe im Zimmer ihrer abwesenden Teenagertochter, das Dachfenster verhangen mit „Decken die die Hitze abwehren sollen“. Morgen geht es wieder nach Hause.

4 Antworten auf „Proust lesen Tag 61-Im Schatten junger Mädchenblüte-Albertine

  1. Wenn ich ein so großes Werk lesen würde, käme mir immer wieder die Frage nach dem Sinn meines Tuns in die Quere, was bei dir wohl nicht so ist. Welches Ziel gibt es?
    Gruß von Sonja

    1. Nein, kein guter Kommentar ist das. Allein die Frage nach einem Ziel- vielleicht entstammt die meinem ehemaligen Deutschlehrerskoppe – möchte mich dafür entschuldigen.
      Ich finde es uneingeschränkt wunderbar, dass du das Buch liest und für uns so klasse besprichst – vermixt mit persönlichem Erleben! Ein Hoch darauf!

      1. Ich finde diese Frage absolut legitim. Der erste Anlass war sicher der Kellerfund. Und irgendwie liess sie mich nicht mehr los. Es ist ein zutiefst philosophisches Werk über das was im Leben wirklich zählt oder wie es einem gelingen kann im Augenblick zu sein. Proust ist ein großartiger Psychologe, der Verliebtheit und liebe in hundert verschiedenen Facetten wahrnimmt und spiegelt, er ist ein Komiker, ein genauer Naturbeobachter der kleinste Feinheiten wahrnimmt, ein Sprachkünstler. es fällt mir schwer sagen warum, aber die Suche ist wohl eines der Bücher die mich am stärksten berühren und herausfordern.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s