Proust lesen Tag 87-Guermantes- Autonomie

 

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„Es wird Herbst, die Luft ist anders.“

Abends mit den Kindern Exit Marrakesch gesehen.

Proust: Salongeplauder, das Einzige was haften blieb: bei Juden wird nicht eingekauft.

9 Antworten auf „Proust lesen Tag 87-Guermantes- Autonomie

  1. Zum Sohnemann: wenn ich die Freunde und deren Elternhauses gut gekannt hätte, dürfte Julius fahren, das Schulen der Eigenverantwortung und das Vertrauen, das ich in mein Kind setze, ist wichtig. Was ich aber überhaupt nicht akzeptieren könnte, ist dieses mehr oder weniger drei Tage vorher vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, Vielleicht solltest Du mit allen Dreien ein Gespräch führen, warum Du auch deswegen Nein gesagt hast, sonst empfinden sie diese Zerstörung ihrer Pläne und das, worauf sie sich gefreut haben, als Willkür.
    Ich selber habe keine Erfahrungen mit Jungs, hatte und habe nur eine sehr unternehmungslustig Tochter, die mich oft die Luft anhalten liess: sie wanderte allein 14 Tagen auf den Kapverden, überquerte allein die Alpen von Bregenz nach Verona, war mit einem fremden Mädchen mit einem Ranger 10 Tage allein in der Wüste Südafrikas, lernte nach dem Abi in Neuseeland Englisch (hum.Gymnasium mit Altgriechisch und Französich)und eroberte mit dem Backpackerbus allein die Insel usw. usw.
    Meine eigenen Ängste zu überwinden, war nicht einfach, aber sie hatte immer Glück und strapazierte es weiter. Allerdings war sie bei all dem schon über 18.
    Ich wünsche Dir, dass Julius Deine Entscheidung akzeptieren konnte.
    Lieber Gruss, Karin

    1. Liebe Karin, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Abenteuer deiner Tochter ließen mich die Luft anhalten, aber was für ein spannendes Leben. Ich habe mit Julius gesprochen, er war enttäuscht konnte meine Gründe aber nachvollziehen. Vielleicht lernt er daraus etwas langfristiger zu planen, Geld zu sparen etc…….

      1. Liebe Xeniana, reden und zuhören ist immer gut , dann akzeptieren sie auch die Grenzen, die man als Eltern auch ziehen muß.
        Der für uns größten Horrortrip (nur für uns, für sie nicht) war eine dreiwöchige Kajaktour im Alter von 32 Jahren in Grönlands Eis, abgeschieden von aller Zivilisation , nur u.a. ausgerüstet mit einer Notfallrakete. Sie war mit einem guten Freund dort allein unterwegs. Kein Handyempfang, nichts; hinterher hat sie erzählt (sie hatten großes Glück mit dem Wetter), dass die Robbenfänger ohne dass sie es wußten, ein Auge auf sie geworfen haben. Wir haben drei Kreuze geschlagen als sie wieder in Berlin war.

      2. Ich habe ihr das alles auch immer sehr gegönnt, war nur im Zwiespalt, weil wir diese Dinge natürlich zusammen mit der Oma auch mitfinanziert haben und wenn dann etwas passiert wäre, hätten wir uns ewig Vorwürfe gemacht…aber -:))) es ist alles gut gegangen.
        Beruflich: Banklehre, Studium der Romanistik, Kunstgeschichte, Germanistik in Mainz und Dijon, Produktmanagerin beim Museumsshop in Berlin, Fundraiserin bei der Missionsgesellschaft in Berlin und einer Naturzeitung und dann in Mutterschaftsurlaub seit drei Jahren, mit der zwischenzeitlichen Gründung eines Waldkindergartens in Klein Hundorf beschäftigt (ehrenamtlich) und im Moment auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld.

      3. Stimmt ich erinnere mich, der Waldkindergarten. Vielleicht sollte sie ein Buch über ihre reisen schreiben:) oder Outdoortrainerin, Wildnispädagogin oder so. Das klingt einfach sehr spannend und ich bin fast neidisch:)

  2. Das Uncool-Sein verstehe ich gut. Vielleicht machen die drei erstmal einen kürzeren Trip. Das ist aber natürlich nur der Anlauf für größere Aktionen, an die man sich gewöhnen muss. Mit Mädchen ist alles noch viel schlimmer. Meine Kinder müssen mich ja zum Glück nicht mehr fragen…

    1. Ja mit Mädchen ist es leider noch schwieriger. Anna und ich haben schon harte Kämpfe ausgefochten. Irgendwie ist bisher aus dem kürzeren Trip nichts geworden., war wohl zu langweilig…..es gab noch einen Plan mit dem Zug nach Dänemark, aber auch das habe ich nicht durchgewunken. Ich hoffe auf die Herbstferien.

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