Heute mal nur ein kopierter Kommentaraustausch-Proust lesen-Tag 119 ohne Text dafür mit Kritik

Habe in einem neuen BLOG-Beitrag Deinen Maccaroni-Cheese in Katzenfutter verwandelt, was an sich nicht tragisch ist. War aber im übrigen nicht so nett, wie man das von Mit-Bloggern vielleicht erwartet. https://leolaeufer.com/

  1. Wichtig erscheint mir der Ausgangspunkt: Ich fand Proust in unserem Keller, vermutlich hatte der Gatte die Recherche mit in die Ehe geschleppt und mir somit das Vergnügen beschert auf diese 7 Bände zu stoßen, als ich eigentlich nach Marmeladengläsern suchte.
    Ausgangspunkt Nummer zwei: kein Abitur, kein Studium, kein geisteswissenschaftliches Training, eher so ala Bitterfelder Weg: Proust von unten.
    3. Grundvorausetzung: Vollzeitjob im pädagogischen Bereich, mit 3 pubertierenden Kindern. Vielleicht gibt es ein Tabu das besagt, mit solchen Voraussetzungen, lass lieber die Finger davon, wäre ja sonst schade um Proust und so weiter…
    Ja, ist schnell und kurz abgehakt im Moment, Vergleich mit dem abgebremsten Porsche passt.
    Grundfrage für mich war:
    geht das mit Proust im Alltag und mangelnder Bildung oder geht es nicht. Im Moment sieht es tatsächlich so aus als würde das nicht funktionieren und dann nehme ich eben das mit, was sich mitnehmen lässt, darauf habe ich übrigens in vergangenen Posts immer wieder hingewiesen. Es ist leider eher ein Projekt für mich als für den Leser. Kommentare finde ich immer bereichernd, bzw. meistens.Wenn dir das nicht anspruchsvoll genug ist tut mir das leid. Du musst dir das ja nicht ansehen bzw. lesen:). Ändern werde ich es nicht.

34 Antworten auf „Heute mal nur ein kopierter Kommentaraustausch-Proust lesen-Tag 119 ohne Text dafür mit Kritik

  1. Du liebe Güte, was die Leute manchmal so umtreibt. Ich bin ja auch wirklich gerne gehässig, wenn jemand sich als toll verkauft mit nichts als heißer Luft. Aber du hast doch niemandem etwas vorgemacht, sondern immer mit offenen Karten gespielt. Wenn einem ein Blog oder auch nur ein Beitrag nicht passt, ist ja wohl nichts leichter, als einfach weiterzuklicken. Abgesehen davon ist Proust eine Zumutung, auch mit Germanistikstudium, der man sich stellen kann, wie man will. Soll sie(?) doch in ihren Salon gehen und sich langweilen…

  2. Ich weiß nicht, was für ein Publikum Proust im Sinn hatte, aber ich nehme eher an, dass er nicht ausschließlich für die Literaturwissenschaft schrieb. Der Autor gießt im Idealfall seine Seele und seinen Intellekt in sein Werk, der Leser nimmt daraus mit, was er braucht und erfassen kann. Möglich, dass Du bei Proust etwas anderes findest als ich. Möglich, dass Proust Dir in zwanzig Jahren etwas anderes sagt als heute. Ich finde gerade Deinen sehr persönlichen Ansatz interessant, und die Verknüpfung mit Alltäglichem aus Deinem Leben ist wunderschön. Das ist Literatur als Lebens-Mittel. (Wem das nicht gefällt, der kann ja woanders lesen gehen…)

    1. Ich habe aus diesem Kommentar viel mitnehmen können. Ja man ist ja immer Leser seiner selbst. Sicher hat Leoläufer einen wunden Punkt getroffen, denn darunter, dass ich zu wenig Zeit habe um wirklich in die Tiefe zu gehen, bereitet zumindest Unzufriedenheit. Literatur als Lebensmittel ist schön. Dir einen schönen Sonntag.

  3. Ich finde es zuviel der Ehre, dass du diesem Lümmel überhaupt antwortest und ihn gar noch verlinkst. Der Typ hat vielleicht irgendwas studiert, aber nichts draus gelernt. Lass dich bloß nicht einschüchtern. Mir gefällt gerade diese Verbindung von Alltagsleben und Proustlesen ausgezeichnet, ich habe noch keine Folge ausgelassen (und habe sowohl Romanistik als auch Germanistik studiert – nur so als Hinweis) Liebe Grüße! Gerda

    1. Liebe Gerda, vielen Dank. Einen Teil meiner Antwort auf deinen Kommentar, habe ich ja bereits als Beitrag gepostet. Ich habe überlegt ob das mit der Rechtfertigung richtig ist, allerdings macht es auch mir immer wieder bewusst, was der ausgangspunkt war. Und der lag tatsächlich im literarischen Quartett, als einer der beteiligten die Meinung vertrat, Proust müsse auch in der Badewanne und im Zug funktionieren. Ich hatte den Schatz ja bereits aus dem Dunkel des Kellers gehoben. Das Thema fiel mir praktisch vor die Füße. Danke für die Ermutigung!

  4. Ich will echt nicht zuviel verraten. Aber, wenn Du schreibst: „und dann nehme ich eben das mit, was sich mitnehmen lässt“, dann liest du Proust genauso wie es sich Proust (für mich OHNE-Porsche-P) gewünscht hat. Und Du wirst Deinen Satz noch – in anderer Form aber mit gleichem Inhalt – bei ihm demnächst lesen können. Kurz: Wenn jemand Proust intuitiv verstanden hat, dann du!
    Zudem: Wer sich überhaupt traut über seine Lektüre zu bloggen, bekommt eh nen Orden. Denn jede/r der das macht, macht sich quasi nackt, zeigt, was kapiert wurde und was nicht. Aber zeigt, was Lektüre ist, nämlich aktuelle Auseinandersetzung. Nichts gegen die, die im stillen Kämmerlein lesen – aber meckern über Kommentare können sie nur dann, wenn sie sich selber nackt gemacht haben.
    Man kann jeden Text intellektualisieren – aber war das in der Intention der AutorInnen? Überwiegend nein. Sie wollten sich mitteilen. Und Du hörst jemand zu, der vor gut 100 Jahren gelebt hat, der weder Handy noch Pädagogik noch Kinder noch TV noch … kannte. Auch wenn ich immer viel, viel, viel mehr über Deine Leküre lese möchte – ich lese da immer auch eine Art Kommunikation zwischen diesen Zeiten und ganz oft, wie dieser alte Text in seiner Menschlichkeit heute noch wirkt. Ob heute, ob 1901 ob 1214 – menschlich ist da sooviel nicht unterschiedlich.
    Kurz: Ich lese Dich gerne und mit goßem Vergnügen und mit Gewinn (auch ohne Studim und mit 3 pubertierenden Kindern und was weiß ich noch … denn darauf kommt es beim lesen nicht an, siehe Dein Zitat „und dann nehme ich ….)

    1. Danke Bert! Für mich ist gerade auch das spannend, das einhundert Jahre dazwischen liegen, man wohnt den technischen Veränderungen bei, wundert sich über die Offenheit und findet Dinge noch genauso wieder wie auch schon vor hundert Jahren. So beklagt Proust, dass die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers immer kürzer werde. Ich bin dazu übergegangen, mir Proust auch über Kopfhörer anzuhören, allerdings lese ich dann noch mal nach. Mein Eindruck ist schon, das das vertieft- Es ist schön zu lesen, das meine nicht intellektualisierten Beiträge gern gelesen werden. Danke dafür und einen schönen Sonntag!

      1. Ich hab‘ die Kölner mit Peter Lieck und Bernt Hahn, war teilweise selbst dabei … und bin daher in die Aufnahme verliebt.

      2. Ich will es Dir wünschen, dass Du in der Lage bist, die Aufnahme zu bestellen, denn die ist, gelinde gesagt, schweineteuer (https://www.lengfeldsche.de/proustcdedition.html)
        Wie Du auf der Seite lesen kannst, war das eine öffentliche Lesung und von ca. 1999 bis 2002 saß ich oft im Publikum, anfangs im rechten Raum ganz hinten, dann am Schluss im linken Raum in der zweiten Reihe … ja, ja, da musste man sich einen guten Sitzplatz schon mit regelmäßiger teilnahme ‚erkaufen‘, denn die Lesung war an sich kostenfrei.

      3. Vielleicht im nächsten Leben:))) Das ist tatsächlich für mich nicht erschwinglich. Schade. Spannendes Projekt, so eine Proustleseung würde ich mich für hier auch wünschen. Ich wäre Dauergast:)

  5. Warum rechtfertigst Du Dich bei diesem Typen!!! Es ist Dein Blog, Du schreibst über etwas, was Dich bewegt, womit Du Dich auseinandersetzt, wenn jemand das nicht lesen will, soll er es lassen. Ich bin sehr wütend über diese Art von Blogger.
    Das habe ich diesem Herrn als Kommentar unter seinen Artikel geschrieben, wahrscheinlich schaltet er den Kommentar nicht frei, deswegen auch hier bei Dir.
    Ganz herzliche Grüße an Dich und laß Dich nicht beirren!!!!
    Karin
    und jetzt mein Kommentar bei ihm:

    „Ich frage mich, wer hier ein kaputter Typ ist! Es zwingt Dich keiner, fremde Blogs zu besuchen und wenn Du über allem stehst, dann bleibe bei Dir und schreibe keine arroganten überheblichen Artikel/Kommentare. Wenn ich z.B. Deinen Beitrag über Strittmatter lese, dann ist Dein Urteil dermaßen unausgegoren, aber Du allein kannst ja beurteilen, was Poesie ist.
    Habe die Ehre und nicht das Vergnügen
    Karin „

    1. Hallo Karin!
      Booohhh, Du scheinst ja eine schlechte Meinung von mir zu haben. Ich bin Dir deswegen nicht böse. Aber lies doch mal etwas genauer nach, was ich geschrieben habe. Dass Du Xeniana so in Schutz nimmst, finde ich toll. Ich habe ihr inzwischen geschrieben und mich entschuldigt. In gewisser Weise…

      1. Hi, mich hat gestört, dass Du Xenania in Deinem Artikel quasi lächerlich gemacht hast und das empfand ich als ein Verhalten unter der Gürtellinie; es war u.a. der Satz:
        Ich glaube, sie glaubt, dass sie so in Marcels Fußstapfen tritt.
        Und nicht nur ich habe das bemängelt. Ich hasse Arroganz, daher war ich auch so heftig in meiner Reaktion.
        Du hast Dich entschuldigt, das finde ich gut, noch besser wäre es, wenn Du Deinen Artikel bei Dir wieder streichst?
        Kriegsbeil begraben -:)))

    2. Es war ein Angriff mit dem ich immer gerechnet hatte. Jochen schmidt, ohne mich mit ihm auf eine stufe stellen zu wollen, schrieb mehrmals, das er auf Grund der Art der auseindersetzung mit proust angegriffen wurde. Trotzdem macht es natürlich etwas mit einem- im ersten Moment. Aber es hatte ja auch zu Folge, dass ihr zurückgemeldet habt, warum ihr hier gern lest und die Ermutigung war sehr viel stärker als die Entmutigung. Vielen Dank dafür!

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