Proust lesen Tag 53-Im Schatten junger Mädchenblüte-Namen und Orte- Kirche unter Efeu-Fischermädchen

 

Proust:

Heute hätte Proust Geburtstag gefeiert.

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Marcel sieht sich eine Kirche an, die völlig unter Efeu verborgen liegt. In seinem Geist versucht er die architektonische Form freizulegen. Ein Dorfmädchen sitzt mit hängenden Beinen auf einem Brückengeländer und wirkt ernster und verschlossener als der Rest der Gruppe. Ihre Haut ist sonnengebräunt, die Augen sanft, mit einem Blick der über alles hinwegzusehen schien. Marcel versucht in das „Innere des schönen Fischermädchens“ zu dringen. Er nimmt fünf Francs und bittet das Mädchen für ihn eine Besorgung zu machen, sie solle zu der Kutsche der Marquise laufen. „Als ich aber die Worte „Marquise“ und „zwei Pferde“ ausgesprochen hatte, kam plötzlich eine große Befriedigung über mich. Ich spürte, daß das Fischermädchen sich an mich erinnern würde….““diese gewaltsame Eroberung ihres Geistes aber, diese unkörperliche Inbesitznahme hatte ihr von ihrem Geheimnis ebensoviel genommen, wie physisches Besitzen es tut.“

Noch einmal klingt das Thema des unter die Oberflächedringens, bei der Betrachtung dreier Bäume an, welchen einen Erinnerungsschimmer aufblitzen lassen, welchen Marcel aber nicht zu erfassen in der Lage ist.“

 

Schwedeneck/Kiel

Im Wohnwagen geschlafen um den das Haus belagernden Teenies auszuweichen. Es weckte mich Vogelgesang. Immer noch wolkenbedeckter Himmel. Später auf dem Weg zum Strand, streifen wir Distelfelder, man könnte meinen es wäre Lavendel, das Grillengezirpe verstärkt den Eindruck. Wir durchqueren eine wilde Kirschplantage, dann einen Privatwald, in der Ferne Pfadfinder an ihren Zelten. Der salzige Geruch des Meeres, vermischt sich mit Holzfeuergeruch. Ein Mann und eine Junge, hocken am Feuer und schützen es vor dem Wind.

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Die Katzen sind verschmust, freuen sich über jede streichelnde Hand, aber weigern sich die Kemenate unterm Dach zu verlassen.