Samstag-zwischen Effizienz und Päckchen von toten Dichter`n

Der Gatte buddelt im Garten. Da nützt mir der schönste Leseplatz nichts. Dieses Bauen wird nie mehr aufhören. Karla singt Eff-ffi-zzienzz.

Ich kapituliere ob solcher Arbeitswut und widme mich der Wäsche. Der Gatte hat gestern gewaschen und aufgehängt. Dieses Mal hat es meinem Kaschmirschal erwischt. Er will nicht wissen was dieser einst kostete.

Ubu und Luna streiten sich um ein Notenblatt, selbst die Hunde wollen sich betätigen. Karla sucht entnervt nach Leckerli für ihr zahnloses Pferd im Internet. “ Fünfunddreissig Euro für Leckerli, nein Karla, vielleicht ist das Geld besser in ein neues Gebiss investiert.“

„Mamaaa!, das ist nicht witzig!“

Okay ich fand es witzig, aber mit dem Pferd versteht sie keinen Spass. „Dann püriere Othello doch Apfel und Birne. Macht man bei zahnlosen Menschen auch so, also Babys, Zahnwechsel und so weiter.“

„Mamaa!“

Der Paketbote klingelt, begeistert packt Karla das Päckchen aus: Shakespeare ist doch schon tot“, sagt sie, „warum schickt er uns dann noch Sonette?“