Samstag im Oktober

Die Luft ist kalt und klar, über den  orange, gelb leuchtenden Baumkronen geht der sattgelbe Mond auf. Die Dämmerung verschluckt alle Farben. Das Feuer prasselt.

Proust am Morgen gelesen. Charlus und Morel, da werden Finten gelegt, Duelle angeordnet, es erinnert mich an diesen Roman „Was zu dir gehört“ von Garth Greenwell. Sugardaddy mit jungem gekauften Liebhaber, am Ende die Enttäuschung.dav

Gestern „Wir können auch anders “ von Detlev Buck gesehen. Mein Gott, was für ein herrlich schräger Film, mit pasolinischen Charakterkopfaufnahmen. Und dann noch das Ende am stillen Don. Mit dem Scholochowroman bin ich aufgewachsen, meine Mutter hat den Film immer wieder geschaut und das Buch war vom vielen Lesen am zerbröseln.

Heute dann mit „NVA“ weitergemacht.  Musil neben Proust im Spind, es ist die Luzius Keller Ausgabe die Leander Haußmann da eingebaut hat

Ein langsamer Tag, mit Fieber und Tom Waits Stimme, wäre ganz schön wenn das Immunsystem sich jetzt mal berappeln würde. Meine Güte, man muss sich ja nicht jeden Virus aufschnappen.

Was war noch? Einen sehr treffenden Text von Zaimoglu zu Kiel gelesen. Genau, so ist es nach Kiel zu ziehen.