Sonntag im Januar auch lesend -„Drehtür“ von Katja Lange und Regen bringt …..

Morgens lange gelesen. Nachdem ich bei Sätze und Schätze  über eine Besprechung von „Drehtür“ stolperte, fiel mir ein, dass ebenjenes Buch ungelesen in meinem Regal steht, Bestseller nicht verlängerbar. Die Bücherhallen warten bereits.

Es geht ums Helfen, um das Warum, um Entwicklungshilfe. Der Roman scheint ein assoziativer Rückblick auf das eigene, aber auch fremde Leben zu sein. Ich verschwinde im Buch, bis ich erschrocken feststelle, dass Zeit zum Kochen ist. Ich suche ein Hörspiel heraus, die Gemüseverarbeitung langweilt mich. Bei diesem blauen Himmel geht Dostojewski nicht- zu schwer, zu düster. Die Suche gestaltet sich etwas schwierig, höre schließlich einen Abschnitt  aus „Der Suche nach der verlorenen Zeit“. Schneide Pastinaken, Möhren, Kartoffeln und rote Beete, während im Hause „Swann“ empfangen wird. Macht das Kunst aus, dass jene Geschichten so aktuell bleiben, zeitlos sind?

Es gibt Backkartoffeln mit Backgemüse, zwischendurch kutschiere ich Karla, hänge Wäsche auf, Geschirrspüler, das Übliche eben.

20180107_143209[1] Kniehoch steht das Wasser. Während Ubu auf seine alten Tage übermütig durch die Fluten jagt, trage ich Luna durch  die neue Seenlandschaft. Einige Fahrradfahrer bahnen sich mutig ihren Weg durch die Fluten.

 

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Ob ich den Elefanten von Dostojewski im Alltag bewältigt bekomme ist fraglich. Zu viele Unterbrechungen machen den Wiedereinstieg jedesmal schwer. Außerdem ist der nächste Geschirrspülgang schon durchgelaufen, eine Ladung Wäsche muss noch in die Waschmaschine.