Proust lesen Tag 102-Guermantes

Proust: Madame de Guermantes nimmt es als Zwang des Adels, bzw. als lästige Beigabe, dass man statt spannende Bücher zu lesen, Salongeplauder veranstalten muss.

 

Kiel: Das Wetter schlägt Kapriolen. Morgens kalt und regnerisch, nachmittags warm, durchsetzt mit schwüler Luft, furchtbar. Der Organismus weiß nicht, auf was er sich einstellen soll.

 

Proust lesen Tag 99-Guermantes

Proust:

Marcel hat von Saint Loup gehört, dass Mademoiselle Sternmaria schnell nachgeben wird. Er beginnt die Körperpflege und das Styling für den ersehnten Tag bereits 48 Stunden vorher. In die Rasur platzt Albertine, sie soll ihm helfen das Candlelightdiner mit vorzubereiten. Albertine von der geliebten Göttin, gefallen zur Lückenbüsserin.

Falls er besagte Dame an dem Abend nicht herumkriegen würde, bliebe immer noch Albertine.

„Wir nutzen unser Leben kaum, lassen in den spät dämmernden Sommerabenden oder in den frühen Winternächten die Stunden unvollendet, die doch ein wenig Friede oder Genuss einzuschließen schienen.“

Kiel: Deutlich Kühler. Sprühregen, Herbstluft, in der Kita haben wir Holundergelee eingekocht.

Die Tage werden rasant kürzer.

Proust lesen Tag 81- Guermantes- Rahel

Proust:

Ist Rahel die halbwissende, kultivierte ehemalige Dirne oder ist sie die intellektuelle, kultivierte charmante Rahel, nur durch unglückliche Umstände unter ihren Stand gesunken?

Heidkate:

Abend und Einbruch der Nacht am Meer. Luise schläft mit ihren Kindern am Strand. „Kommt doch vorbei!“ Maria liest mich in der Stadt auf, man bekommt kaum Luft so stickig ist es. An Maria sind zwanzig Jahre spurlos vorbei gegangen, sie erzählt von ihrem Künstlerleben und der Sicherheit im Unsicheren. „Ich bewohne ein Dachgeschoss der Extreme, im Sommer heiß, im Winter kalt,  aber für Leipziger Verhältnisse ist die Miete  unschlagbar und die Hausgemeinschaft nett.

Am Strand ist kaum noch ein freies Plätzchen zu finden. Es weht eine Brise, die Wellen murmeln vor sich hin, die Hunde bellen, Kinder toben. Ich grabe meine Finger in den Sand, während ich Maria zuhöre. Die Zeit fließt langsam und ruhig.

I Es ist schon nach Mitternacht als wir aufbrechen. Im Dunkeln gieße ich  den den Garten und falle im Tropenparadies ins Bett. Man sollte solch einen Sommer ausschließlich am Meer verbringen.

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Proust lesen Tag 78-Guermantes-Doncieres

Proust: Eine erste Anspielung auf Homosexualität, jedenfalls halte ich es für mich die erste Anspielung. Saint Loup zeigt sich scherzhaft eifersüchtig, weil Marcel einen ganzen Abend lang mit einem Kameraden sprach.

Marcel versucht nun dem eigentlichen Grund seiner Reise, nämlich Eintritt in die Welt der Guermantes über Saint Loup zu bekommen, Rechnung zu tragen. Immer wieder bittet er Saint Loup aus verschiedensten Gründen, sich bei seiner Tante für Marcel zu verwenden.

Noch ist es Winter in Doncieres, aber man denkt bereits über den Frühling nach, den Marcel bereits wieder in Balbec verbringen wird.

Man weiß nicht ob man Marcel nicht wünschen sollte, den Frühling besser in Doncieres als in Balbec zu verbringen. Das strukturierte und einfache Leben in der Garnision scheint mindestens ebenso gesundheitsförderlich zu sein wie die frische Seeluft.

Kiel/Krusendorf

Glumm schrieb in seinem Beitrag, man würde bei dieser Hitze zu Gemüse werden. Passend. Drückende, schwüle Hitze, einzig der wolkenbedeckte Himmel kann als erholsam gelten. Nicht ein Tropfen Regen. Die Bäume werfen die Blätter tatsächlich ab, raschelndes vertrocknetes Laub unter den Füßen.

Am Gartenteich treffen sich kleine und große Libellen, Wespen und Kohlweißlinge.

Mehrheitlich habe ich an diesem Tag herumgesessen, gelesen, gekocht, und wieder gelesen. Es geht einfach nicht viel.

Proust lesen Tag 76- Guermantes

Proust: Marcel sinniert in einer Winternacht, darüber, wenn draußen ihm eine Frau zu später Stunde begegnen  würde…er eine unfreiwillige Besitznahme (der Passantin) nicht ausschließen könne, natürlich nicht ohne an der Gegenseitigkeit zu zweifeln.

Kiel: Ein gelungener Vormittag/Arbeitstag, ein weniger gelungener Nachmittag. Die versprochene Abkühlung ist nicht eingetreten. Temperaturen um die 30 Grad, nicht ein Wölkchen am Himmel, die Stimmung in der Familie ist verbesserungswürdig.

Schwierig heute Proust zu verbloggen.